Orgelfahrt 4. bis 6.Juni 2021

4. Juni 2021, 19.30 Uhr Kirche Steinbach, 09477 Jöhstadt - OT Steinbach, Schulweg 14

Kirche Steinbach

erbaut in den Jahren 1684 - 1686 nach dem Vorbild der Kirche von Bernsbach/Aue 

im Innenraum beherbergt sie einen Kanzelaltar aus dem Jahre 1715, geschaffen von dem Tischler und Bildhauer Gottfried Ullrich aus Zwönitz. An der Decke findet sich noch ein Taufengel, der in früheren Zeiten herabgelassen werden konnte. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1932.

im Vorraum finden wir noch einen spätgotischen Schnitzaltar aus der ehemaligen Thomaskapelle

Orgel

Baujahr: 1932
Register 22 (7-11-4) + 1 Tr.
gebaut von A. Schuster & Sohn 1892-1994, Zittau
2008 - Generalüberholung
Orgelbauer Wünning, Georg (1983 - ), Großolbersdorf
Spieltraktur pneumatisch, Art der Windladen Taschenlade
Registertraktur pneumatisch
Temperierung/Stimmtonhöhe 437 Hz

 5. Juni 2021, 14.30 Uhr, Heilig Geist Kirche Rübenau, 09496 Rübenau, Am Maiberg 2


Heilig Geist Kirche Rübenau 

Rübenau erhielt seine erste Kirche in den Jahren 1613 bis 1614, zunächst ein hölzerner Bau, der 100 Jahre später nach und nach mit steinernen Wänden versehen wurde. Stand zunächst neben der Kirche, die als Zentralbau in einem gestreckten Sechseck (vgl. etwa die Kirchen in Bernsbach und Seiffen) ein Glockenturm, so wurde Ende des 18. Jahrhunderts auf Anordnung der Superintendentur Annaberg ein Dachreiter als Glockenturm errichtet. Dieser wurde mit Kuper gedeckt, während das übrige Kirchenschiff eine Schieferdeckung erhielt. Die Innenausstattung der Kirche verdankt sich zu großen Teilen privaten Stiftungen und Schenkungen: etwa die die Kronleuchter, der Taufstein oder die Altarleuchter. Verschiedene, von Gemeindegliedern erbaute Betstübchen wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts dem übrigen Kirchenraum angepasst. Im Mittelpunkt des Kirchenraums steht der barocke Kanzelaltar aus dem Jahre 1745.
Die Kirche von Kühnhaide ist gemeinsam mit Reitzenhain seit 1607 eigenständige Kirchgemeinde. Bis 1853 gehörte auch Rübenau als Filialkirche dazu.

Orgel

Baujahr: 1887
Register 12 (7-3-2)
gebaut von Schubert, Carl Eduard 1830-1900
Adorf, Dresden, Netzschkau, Re
1997 / 1998 - Generalüberholung
Orgelbauer Wünning, Georg (1983 - ), Großolbersdorf
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch

5. Juni 2021, 16.00 Uhr, Kirche Kühnhaide, 09496 Marienberg - Kühnhaide, Kirchgasse 1

 Kirche Kühnhaide 

Diese Kirche war damals nur sehr schlicht aus Holz gebaut. Mit wachsender Einwohnerzahl wurde das Holzkirchlein viel zu klein. Es wurde daher eine neue, massive Kirche Ende des 17. Jhd. erbaut, die am 6. September 1691 geweiht wurde.
Die Kühnhaidner Kirche wurde als Langhaus mit Dreiseitenabschluss der Ostseite gebaut. 1787 wurde der Westturm errichtet, deren Zwiebelturm der Kirche sein markantes Aussehen verleiht.

Das Innere der Kirche ist schlicht und einfach gehalten. Erst nach 1925 wurde die jetzige Farbgebung eingebracht.

Die Kühnhaider Kirche besitzt noch heute zwei Abendmahlkelche, die aus dem 17. Jahrhundert stammen.
Gegenüber dem Kanzelaltar steht die Orgel, deren Werk 1934 von der Firma Schuster erneuert wurde.

Orgel 

Baujahr: 1934
Register 24 (7-10-7)
gebaut von A. Schuster & Sohn 1892-1994, Zittau
1934 - Neubau
Orgelbauer A. Schuster & Sohn (1892 - 1994), Zittau
Spieltraktur pneumatisch, Art der Windladen Taschenlade
Registertraktur pneumatisch

5. Juni 2021, 17.30 Uhr, Kirche Pobershau, 09496 Marienberg - Pobershau, Amtsseite-Zugstraße 27

 Kirche Pobershau  

Das Gebiet um den Wildsberg (zwischen Roter und Schwarzer Pockau) gehörte zum Amt Lauterstein mit der einstigen Burg Lauterstein. Für 1516 wird in diesem Gebiet Zinnbergbau erwähnt. Mit der Gründung der Stadt Marienberg 1521 wurde die Rote Pockau zur Grenze zwischen den Besitzungen der Stadt und der Herrschaft Lauterstein. Ab 1544 entstand auf der Marienberger Seite das Ratsdorf, später Ratsseite genannt. 1555 gehörte die Ratsseite kirchlich zur Parochie Marienberg und weltlich zum Amt Wolkenstein, die herrschaftliche Seite kirchlich zur Parochie Zöblitz und weltlich zum Amt Lauterstein. 1559 wurde die Ansiedlung erstmals als „ufn Bobershau“ urkundlich erwähnt. 1663 wurde der erste Lehrer genannt. In den Jahren von 1678 bis 1680 wurde der Grüne Graben angelegt, um 16 Pochwerke mit Aufschlagwasser zu versorgen. 1839 entstanden die Ratsseite und die Amtsseite als selbstständige Gemeinden. Die eine unterstand der Stadt Marienberg und die andere dem Amt Lauterstein, jedoch wurde der Sitz nach Abbrand der Burg Lauterstein nach Zöblitz verlegt. 1856 vereinigten sich die Orte zu einer Schulgemeinde. Die frühere Teilung ist noch heute an der Benennung der Straßen ersichtlich.  Die Pobershauer Kirche wurde in den Jahren 1903 bis 1904 im neobarocken Stil erbaut. Sie gehört zu den jüngsten Kirchenbauten des Erzgebirges. 

Orgel

Baujahr: 1904
Register 22 (10-7-5)
gebaut von Jehmlich, Gebr., Emil & Bruno 1889-1938 Dresden
2004 - Generalüberholung
Orgelbauer Wünning, Georg (1983 - ), Großolbersdorf
Spieltraktur pneumatisch, Art der Windladen Kegellade
Registertraktur pneumatisch

5. Juni 2021, 19.00 Uhr, Stadtkirche Olbernhau, 09526 Olbernhau, Markt 9

 Stadtkirche Olbernhau 

1590 Nach achtjähriger Bauzeit wird die Kirche geweiht.

1639 Schwedische Truppen brennen die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Dabei wird auch die erste Orgel von 1621 zerstört.

1641 Die Rothenthaler Knappschaft schenkt der Kirche einen Predigtstuhl, unsere heutige Kanzel.

1648 Johann Fink aus Freiberg fertigt auf einer Grünthaler Kupferplatte das Altarbild an.

1654 Die Kirche erhält ein lebensgroßes Kruzifix aus Holz.

1656 Die zweite Orgel wird eingeweiht.

1783 Der Kirchturm und die zweite Orgel werden durch Blitzschlag zerstört.

1790 Die von Johann Kayser aus Dresden erbaute dritte Orgel wird eingeweiht. Sie findet ihren Platz auf der gegenüberliegenden Seite des Kirchenschiffs.

1885 Die Kirche erhält ein neues Geläut mit vier Bronzeglocken.

1908 Ein neues Altarbild "Christi Himmelfahrt" wird der Kirchgemeinde übergeben. Heute befindet es sich im Haupteingang der Kirche.

1917 Zu Kriegszwecken werden 47 Prospektpfeifen der Orgel sowie drei Bronzeglocken enteignet.

1920 Die Kirche hat wieder ein vollständiges Geläut.

1942 Erneut werden drei Glocken zu Kriegszwecken enteignet.

1951/52 Restaurierung der gesamten Kirche

1993 Nach fast 8-jähriger Bauzeit wird die grundhafte Renovierung der Kirche abgeschlossen. Die Uhr erhält ein funkgesteuertes Uhrwerk.

1996 Die Orgel wird grundlegend überholt.

Orgel

Baujahr: 1790
Register 20 (9-7-4)
gebaut von Kayser, Johann Christian 1750-1813 Dresden
1995 / 1996 - Restaurierung
Orgelbauer Wünning, Georg (1983 - ), Großolbersdorf
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch
Temperierung gleichstufig temperiert
Stimmtonhöhe 434 Hz

5. Juni 2021, 20.00 Uhr, Exulantenkirche Oberneuschönberg, 09526 Olbernhau, Kirchweg 26

 Exulantenkirche Oberneuschönberg  

Über der Mündung der Natzschung in die Flöha steht – weithin sichtbar – die Exulantenkirche zu Oberneuschönberg. Das Dorf ist seit 1950 Ortsteil von Olbernhau. Der Name Oberneuschönberg findet seine Erklärung in der Entstehung des Ortes, der 1651 von böhmischen Exulanten gegründet wurde.Mit dem Westfälischen Frieden, geschlossen 1648 zu Münster und Osnabrück, wurde den deutschenevangelischen Christen Religionsfreiheit gewährt. Die evangelischen Böhmen blieben davon ausgeschlossen. Ihnen drohte Ferdinand III. 1651 mit strengen Edikten. Es gab nur eine Möglichkeit, dem evangelischen Glauben treu zu bleiben: das Land zu verlassen. So wanderten noch in jenem Jahr acht Familien aus der Herrschaft Dux (heute Duchcov) aus. Dem Besitzer von Pfaffroda, Caspar von Schönberg, Kurfürstlicher Kammerherr, Berg- und Amtshauptmann, ist es zu verdanken, dass er den Exulanten freundlich und unter sehr günstigen Bedingungen eine neue Heimat gewährte. Zum Weihnachtsfest 1651 wurde die Lehensurkunde unterzeichnet. Bereits sieben Jahre später war die Siedlung auf 28 Familien angewachsen. Der Ort bekam den Namen des Lehnsherren.Diese treuen Christen hatten bald den Wunsch nach einer eigenen Kirche. Bereits 1659 war eine Parochie Oberneuschönberg gegründet worden und am Sonntag Kantate 1661 konnte das erste hölzerne Kirchlein geweiht werden.Oberneuschönberg war zunächst Filialgemeinde von Dörnthal. Dieser Zustand war auf Dauer nicht haltbar, lagen doch zweieinhalb Wegstunden dazwischen. Das beschwerliche Amt des Dörnthaler Pfarrers ging zu Ende, als ihm eines Tages einige seiner Gemeindeglieder den Weg versperrten und ihn zwangen, nach Dörnthal zurückzukehren. Nun erhielt Oberneuschönberg 1663 in Nikolaus Timming seinen ersten eigenen Pfarrer.Die hölzerne Kirche hielt den Stürmen auf dem Berge nur etwa drei Jahrzehnte stand. 1692 wurde der Grundstein für ein massives Gotteshaus gelegt, und zwar wieder an jener Stelle in steiler Höhe, von wo aus die Exulanten in ihre zurückgelassene Heimat blicken konnten. 1694 wurde die Kirche geweiht. Das außergewöhnlich starke und komplizierte Balkenwerk bot seither allen Stürmen Trotz.Und so hat die Kirche im Ganzen noch heute die Gestalt von 1694. Lediglich die Orgel der Gebrüder Poppe und die Empore über dem Altar mit der damit verbundenen gusseisernen Außentreppe samt Eingangstür auf der Ostseite wurden im 19. Jahrhundert ergänzt. Der Altar mit Bildern des schwedischen Malers Andreas Nordling, der einfache Taufstein und das schlichte Lesepult stammen noch aus der alten Kirche. Beeindruckend ist der Innenraum der Kirche. Überspannt wird er von einem aus rohem Holz bestehenden Tonnengewölbe. Auch die Kanzel, die Emporen, das gesamte Gestühl und die herrschaftliche Betstube sind aus Holz hergestellt und ungestrichen. 

Orgel

Baujahr: 1876
Register 21 (10-7-4)
gebaut von Poppe, Gebr., Ernst Heinrich, Adolf und Johann Ernst 1837-1931
Roda
2015 - Generalüberholung
Orgelbauer Peiter, Frank (2005 - ), Lengefeld
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch
Temperierung gleichstufig
Stimmtonhöhe 442 Hz

 

6. Juni 2021, 10.00 Uhr, Kirche Neuhausen,   09544 Neuhausen, Brüxer Straße 3, Orgelgottesdienst

Kirche Neuhausen 

Zwischen 1200 und 1250 entstand auf dem Felssporn am Flöhaübergang eine Burganlage für den Geleitschutz am Handelsweg „Alte Salzstraße“. Borso I. errichtete das castrum Borsensteyn. Sein Nachfolger Borso II. vollendete das „neue Haus“ und legte damit den symbolischen Grundstein Neuhausens. Neue Häuser wurden am Fusse der Burg im Flöhatal errichtet. An den Gewässern drehten sich Mühlräder, es wurde Getreide gemahlen, Holz geschnitten, Öl gepresst. Trotzdem entwickelte sich das Handwerk nur langsam, denn das Schloss benötigte Tagelöhner. Die Gewährung der Gewerbefreiheit änderte diesen Zustand Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders Holzdrechsler und Stuhlbauer nahmen ihre Arbeit auf. Die Einweihung der Eisenbahnlinie 1895 brachte dem Ort einen großen Aufschwung. Bereits 1346 errichteten Zisterziensermönche ein kleines Kirchlein an der Stelle, an der heute das prachtvolle Gotteshaus steht. Im Zuge der Reformation wurde aus der bis dato katholischen eine evangelische Kirchgemeinde mit Neuhausen als Mutterkirche für die umliegenden Ortschaften. 1624 konnte die neue Kirche im romanischen Stil mit ca 1500 Sitzplätzen geweiht werden. 1863 fiel sie einem Großbrand zum Opfer und wurde bis 1868 im gothischen Stil mit ca 1000 Plätzen wieder 

 

Orgel: 

 

Baujahr: 1868 

Register 28 (11-10-7) 

gebaut von Jehmlich, Carl Eduard 1824-1889 Dresden, 

2007 / 2008 - Restaurierung Orgelbauer Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH (1990 - ) Spieltraktur mechanisch 

Art der Windladen Schleiflade Registertraktur mechanisch Temperierung Stimmtonhöhe 

 441,6 Hz 

6. Juni 2021, 14.00 Uhr, Kirche "Zu unserer lieben Frauen" Sayda, 09619 Sayda, Große Kirchgasse

 Kirche "Zu unserer lieben Frauen" Sayda  

Wird Sayda als Ort urkundlich im Jahre 1207 das erste Mal erwähnt, so ist eine Urkunde aus dem Jahre 1209 entscheidend für die Kirchengeschichte unseres Ortes. Sayda besaß mit hoher Wahrscheinlichkeit auch 1209 schon eine kleine Kirche. 1391 – Neubau der Kirche. Der dreisseitig geschlossene Chorraum mit seinem sich über drei Joche spannenden Netzrippengewölbe ist uns aus dieser Kirche erhalten. Die Kirche erhielt den Namen „Zu unserer lieben Frauen“. Sie war der Jungfrau Maria geweiht.

1502 – Bau des Kirchenschiffes als dreigeteilte Halle

Der spätgotische Kirchenbau überragt die Stadt majestätisch und prägt von weither sichtbar die Silhouette der Stadt. Die Kirche hatte ursprünglich noch keinen Turm. Erst 1702 wurde der Turm angebaut. Er war 80 Ellen hoch und wurde durch den verheerenden Brand 1842 gänzlich zerstört. Schon 1599 und 1702 wurde die Kirche von Bränden heimgesucht. Auch die Kirche war ein Raub der Flammen geworden. In den frühen Morgenstunden des 1. September 1842 hatte sich das Feuer schnell über das Schindeldach ausgebreitet und den Turm erfasst, der mit den Glocken in sich zusammenstürzte. Im Innern der Kirche sah es ganz traurig aus. Ein großer Teil des Gestühls und auch die Kanzel waren erhalten geblieben, aber alle Fenster waren zertrümmert. Vom Altar war nichts übrig geblieben als der nackte Stein, der den Tisch bildete. Der Altar soll eine wahre Zierde der Kirche gewesen sein. Er hatte drei Gemälde, die die Kreuzigungen, Auferstehung und Himmelfahrt Christi darstellten. Das Kreuzigungsbild ist damals gerettet worden, hatte aber auch Schaden genommen. Die Orgel war unbrauchbar geworden. Am 26. September wurde ein Notdach errichtet, das Schutz bot, bis im Oktober 1843 die Kirche ein richtiges Schieferdach erhielt. Der Turm war derart zerstört, dass er bis auf den Grund abgetragen werden musste. Am 1. Juli 1844 wurde dann der Grundstein für einen neuen Turm gelegt. Mit dem Aufsetzen des Kreuzes am 16. September 1847 war der Neubau und die vorläufige Wiederherstellung der Kirche beendet. 

Die Innenausstattung der Kirche war durch den Brand von 1842 weitgehend zerstört. Bei der Renovierung 1892 kam es zu einer grundlegenden Neugestaltung des Inneren der Kirche. 

Orgel

Baujahr: 1847 - 1856
Register 25 (11-9-5)
gebaut von Jeheber, Karl 1800-1855 Friedbach b. Sayda
ab 1900 - Umdisponierung
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch
Temperierung gleichstufig
Stimmtonhöhe 443 Hz

6. Juni 2021, 15.30 Uhr, St. Georg Kirche Pfaffroda,  09526 Olbernhau - Pfaffroda Am Schloßberg

 

 St. Georg Kirche Pfaffroda  

Eine erste Kirche oder Kapelle wurde wohl schon bald nach der Besiedlung des Ortes im Jahre 1209 errichtet. 1352 erwirbt der Meißner Meinherr IV. Sayda mit Purschenstein und belehnt damit die adlige Familie von Schönberg, Pfaffroda dient als Witwensitz.  Ihre gegenwärtige Gestalt erhielt sie beim Wiederaufbau nach den Zerstörungen im 30jährigen Krieg in den Jahren 1665-71. Von besonderer Bedeutung für die Kirche war dabei das Wirken derer von Schönberg, die seit 1650 im benachbarten Schloss residierten. So bestellten die Patrone beim damals noch unbekannten Orgelbaumeister Gottfried Silbermann eine einmanualige Orgel für die Kirche - heute das zweitälteste erhaltene Werk des Meisters. Im Weihnachtsgottesdienst 1715 konnte sie geweiht werden.

Zum 300. Geburtstag der Orgel konnte nicht nur deren Generalüberholung, sondern auch die Sanierung der gesamten Kirche abgeschlossen werden.


Orgel

Baujahr: 1715
Register 14 (12-2)
gebaut von Silbermann, Johann Gottfried 1683-1753 Freiberg
2015 - Restaurierung
Orgelbauer Rühle, Christoph (2007 - ), Moritzburg
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch
Temperierung mitteltönig als grundlage
Stimmtonhöhe 465 Hz

6. Juni 2021, 17.00 Uhr, George Bähr Kirche Forchheim, 09509 Pockau-Lengefeld - Forchheim, Kirchstraße 5

 George Bähr Kirche Forchheim  

Die Kirche zu Forchheim wurde in den Jahren 1719 bis 1726 als weithin sichtbarer Zentralbau im oberen Teil des Dorfes unter der Leitung von George Bähr (dem Baumeister der Dresdner Frauenkirche) in Zusammenarbeit mit Johann Gottfried Fehre als Meiermeister und Zimmerpolier Georg Greisig errichtet. Die Ausmalung erfolgte durch Johann Christian Bucaeus.
Vom Grundriss her weist die Kirche die Form eines griechischen Kreuzes auf. 
Wertvolle Ausstattungsstücke wurden aus der Vorgängerkirche übernommen: 2 Glocken von 1490 und 1491, ein spätgotischer Flügelaltar, das überlebensgroße Kruzifix und das Bornkinnl.
Bei Restaurierungen in den Jahren 1964-1976 wurden die Umbauten aus dem 19. Jahrhundert zurückgeführt in den ursprünglichen barocken Zustand. In den Jahren 1987-93 wurde die Kirche außen erneuert. Im Zusammenhang der Heizungs- und Fußbodenerneuerung im Jahr 2010 wurde die Kirche innen farblich nochmals aufgefrischt. So ist der Innenraum durch ein schlüssiges festliches Erscheinungsbild aus der Barockzeit geprägt. Als Besonderheit unserer Kirche ist auf die gemeinsame Arbeit von George Bähr mit Gottfried Silbermann hinzuweisen, die sich sonst nur beim Bau der Dresdner Frauenkirche wiederholte.
Gottfried Silbermann erhielt neben dem Auftrag zum Orgelbau zugleich auch den Auftrag, Altar, Kanzel und Taufstein mit auszuführen. Die Innengestaltung der Kirche beeindruckt damit durch ihre konzeptionelle Schönheit und Schlüssigkeit.

Orgel

Baujahr: 1726
Register 20 (9-8-3)
gebaut von Silbermann, Johann Gottfried 1683-1753 Freiberg
2001 - Restaurierung
Orgelbauer Rühle, Wilhelm (1932 - 1988), Moritzburg
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch

6. Juni 2021, 18.30 Uhr, Kirche zum heiligen Kreuz Lengefeld,  09514 Pockau-Lengefeld , Kirchgasse 16

 Kirche zum heiligen Kreuz Lengefeld/Erzgebirge 

Schon in vorreformatorischer Zeit hat hier eine Kirche gestanden. 1480 wird Herrmann Stecher als Pfarrer von Lengefeld genannt. Die Vorgängerkirche war bis zum Neubau 1885 kleiner und hatte einen Zwiebelturm.

Nach einem Blitzeinschlag und folgendem Brand des Turmes, führte Architekt Prof. Arnold eine Bauuntersuchung durch, bei der er gravierende Mängel an der Bausubstanz feststellte, die wohl auch ohne den Brand grundlegende Baumaßnahmen notwendig gemacht hätten. Von der alten Kirche blieb nur der untere Teil des Turmes erhalten. Außerdem wurde die Hildebrandt-Orgel aus der alten in die neue Kirche übernommen.  Die neue Kirche bekam einen neuen Altar. Das Altarbild ist ein Ölgemälde von Prof. Carl Gottlob Schönherr aus Dresden. Es stellt die Verklärung Christi dar und ist ein Geschenk des Künstlers an seine Geburtsstadt. Den Altar aus der Vorgängerkirche gab man nach Marienberg ab. Er steht heute im Vorraum der St. Marienkirche in Marienberg.

Orgel

Baujahr: 1726 

Register 22  (10-8-4)
gebaut von  Zacharias Hildebrand 1688 - 1757, Dresden 

1933 umgebaut; 2010–2014 Restaurierung durch Eule und Wegscheider  
Manualschiebekoppel, schaltbare Pedalkoppel
Stimmtonhöhe 460 Hz

6. Juni 2021, 20.00 Uhr, Kirche Großolbersdorf, 09432 Großolbersdorf, An der Kirche 4

 Kirche Großolbersdorf 

Ursprünglich befand sich am Standort der Kirche eine kleine Kapelle, die zum Bereich der Pfarrei Wolkenstein gehörte. Am 18. April 1575 wurde die Kirchgemeinde eigenständig. Stifter des Pfarr- und Kirchlehns war Hildebrand Haubold von Einsiedel

Durch schwedische Söldner unter Hans Christoph von Königsmarck wurde am 3. Januar 1643 die Kapelle niedergebrannt. Vorhanden blieb nur der Altarraum aus der Zeit um 1400 mit einem gotischen Sterngewölbe. Gottesdienste fanden in den anschließenden Jahren in der Burg Scharfenstein statt. Die Kirche wurde in der Folgezeit schnell wieder aufgebaut. 1707 wurde das Kirchenschiff stark erweitert und in seiner heutigen Form fertiggestellt. Der Turm wurde 1834 angebaut. Zwischen 1624 und 1742 wurden insgesamt achtzehn Personen in der Kirche beerdigt. 

1871/1872 erfolgte ein Umbau des Kircheninnenraumes. Die hölzernen Tragsäulen wurden durch eiserne ersetzt. Das Herrschaftsgestühl, die mit Bildern versehene Brüstung und die hölzerne Kanzel wurden ausgebaut. Die Decke wurde überputzt und die gesamte Kirche einschließlich des Altars wurde getüncht. Außerdem wurden die in der Kirche vorhandenen Gräber zugeschüttet. Bei einer Kirchenvisitation am 5. Mai 1895 wurde der Ausbau der historischen Stücke bemerkt. Es folgten Verhandlungen zwischen dem Sächsischen Altertumsverein, der Landeskirchenleitung, der Königlichen Kommission zur Erhaltung der kirchlichen Kunstdenkmäler und dem Kirchenvorstand. 1897 wurde der Altar von seiner Kalkfarbe befreit und 1902 wurde die abgebaute Kanzel wieder eingebaut. 

1962/1963 erfolgte eine Restaurierung bei der unter anderem die ursprünglichen Farben des Altarraumes wiederhergestellt wurden. 




Orgel

Baujahr: 2001
Register 29 (10-12-7) + 2 VA
gebaut von Wünning, Georg 1983-  Großolbersdorf
2001 - Neubau
Orgelbauer Wünning, Georg (1983 - ), Großolbersdorf
Spieltraktur mechanisch, Art der Windladen Schleiflade
Registertraktur mechanisch